Leipzig Versorgen – Fassadengestaltung des Wärmespeichers der Leipziger Stadtwerke
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Die Idee | Mit dem Wärmespeicher des neuen Heizkraftwerks Süd an der Bornaischen Straße reiht sich ein neuer Hochpunkt in die Stadtsilhouette ein. Der über 50 Meter hohe und somit turmartig wirkende Speicher kann weit über die Grenzen Leipzigs wahrgenommen werden und dient somit als neue Landmark im Süden der Stadt. Von hier aus wird Leipzig mit Wärme und Energie versorgt. Diese Funktion bildet sich in der Fassadengestaltung ab.

Eine energetische Stadttapete bildet die zylindrische Hülle, welche im übertragenen Sinn die Energie des Wärmespeichers in die Häuser Leipzigs „trägt“. Dazu werden die Stadtstrukturen in Art eines Schwarzplans in eine Vorhangfassade aus Aluminiumplatten implantiert. Sie wirken je nach Entfernung des Betrachters sowie je nach Tageszeit und Wetterlage auf unterschiedliche Weise:

Am Tag wird das Lochmuster auf den zweiten Blick als Stadtkarte lesbar. In der matt glänzenden Aluminiumfassade spiegelt sich der Himmel. In der Nacht leuchtet die Stadttapete. Sie zeigt das vom Heizkraftwerk gespeiste Lichtermeer der Häuser, welches sich leicht gegen den Himmel abzeichnet – einmal mehr wird die Energie Leipzigs sichtbar.

Das regelmäßige Raster der Fassadenplatten schreibt dem Gebäudevolumen einen menschlichen Maßstab ein und macht das neue Gebäude ähnlich einer geschossweisen Gliederung lesbar. Das markante L, Signet der Leipziger Stadtwerke, ist vierfach installiert: als oberer Abschluss des „Turms“ in jede der vier Himmelsrichtungen zeigend bzw. strahlend, bildet es die Krone des Speichers.
 Das neue Landmark kann als wandelbare und flexibel steuerbare Installation ausgebildet werden. Die LED-Beleuchtung lässt sich in Helligkeit und Farbe gestalten. Denkbar ist auch eine interaktive Steuerung von außen zu besonderen Anlässen. Die indirekte und energieeffiziente Beleuchtung vermeidet zudem das Blenden des nahen Verkehrs und schützt die Fauna.


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