Stadtumbau Innenstadt: Eigentümerstandortgemeinschaften Glaucha, Halle/ Saale
  - +

»Glaucha-Effekt« | Der Aufbau einer Eigentümerstandortgemeinschaft im Kernraum von Halle-Glaucha ist Gegenstand eines ExWoSt-Modellvorhabens des Bundes (ExWoSt: Experimenteller Wohnungs- und Städtebau). Durch die Zusammenarbeit von Eigentümern sollen hier grundstücks- und gebäudeübergreifende Einzelmaßnah- men gemeinsam angegangen werden, die für die Aufwertung des Quartiers wichtig sind.

In Glaucha konnte das Forschungsfeld auf den Ergebnissen des Projekts der IBA Stadtumbau Sachsen-Anhalt 2010 aufbauen. Das hatte zwei Vorteile: Zum einen existierten durch die Arbeit eines Eigentümermoderators sowie eine erste große gelungene Imagemaßnahme – den Entdeckertag „Offenes Glaucha“ Ende Oktober 2008 – bereits gute Kontakte zu den Eigentümern und Akteuren des Viertels. Zum anderen lagen mit der sozial- und stadträumlichen Studie für das Quartier bereits Analyseergebnisse und Ideenskizzen als Arbeitsgrundlage vor. So konnte relativ rasch und unmittelbar in den Diskussionsprozess um Ziele und Maßnahmen im Viertel eingestiegen werden. Am 20. Juni 2009 wurde die Standortgemeinschaft Glaucha e. V. im Rahmen eines »Gründertags« als gemeinnütziger Verein gegrün- det, in welchem Haus- und Grundstückseigentümer, Bewohner und örtliche Akteure gemeinsam agieren. Parallel zueinander wurden die Organisation der Vereinsarbeit aufgebaut, ein ci-Konzept entwickelt und die inhaltliche Arbeit diskutiert. Derzeit sind im Verein 30 Mitglieder organisiert.

Der Erfolg im Viertel gründet sich auf einer großen Gemeinschaftsleistung. Mittler- weile wird zuweilen vom »Glaucha-Effekt« gesprochen. Er gründet sich unter ander- em auf dem Aufbau eines funktionierenden Kommunikationsnetzwerks zwischen Eigentümern, professionellen und örtlichen Akteuren sowie Stadtverwaltung, auf dem Bündeln von Ideen und dem Zusammenführen von Potenzialen. Wichtig waren und sind die vielfältigen persönlichen Kontakte, eine kontinuierliche Zusammenarbeit und gegenseitiges Vertrauen sowie das große Engagement der Akteure. Eine große Rolle spielte neben Imageentwicklung und Generierung einer Aufbruchstimmung im Quartier aber auch die Koppelung von Eigentümermoderation und Sicherungsmitteln.

Neben einem sich verstetigenden Imagezuwachs, der nach wie vor von den Aktiven vor Ort als wichtige Voraussetzung für das Initiieren und Gelingen baulich-investiver Maßnahmen betrachtet wird, hält die Sanierungstätigkeit im Viertel an.

mehr www.standortgemeinschaft-glaucha.de


Projekte  |  Wettbewerbe
KARO*
Büro
Kommunikation  |
Architektur  |
RaumOrdnung